Sie sind hier: Waffenpflege
Zurück zu: Schießsport 2017
Allgemein: Haftung Kontakt Satzung Vielen Dank

Suchen nach:

Waffenpflege

Waffenpflege

Eine sorgfältig gepflegte Waffe ist eine wichtige Grundlage zum Erfolg

Eine sorgfältig gepflegte Waffe ist eine wichtige Grundlage zum Erfolg!

 

 

Allgemeiner Grundsatz:

Im Sportschiessen werden an die Waffen und das Material in Bezug auf Präzision und Zuverlässigkeit höchste Anforderungen gestellt. Dies verlangt eine sorgfältige Pflege. Als Grundsatz ist die Ausrüstung nach jedem Schiessen zu pflegen. Das Gewehr ist zu reinigen und die übrige Ausrüstung zu pflegen. Für die Gewehrreinigung sind allgemein nachfolgende speziellen Punkte zu beachten: 300m-Gewehre Alle 300m- Gewehre müssen nach jedem Schiessen gereinigt werden, am besten bei noch warmem Lauf. Bürsten sollen nur vom Verschluss her gestossen und nicht zurückgezogen werden. Beim Stgw 57 und 90 sind die Vorschriften der Hersteller und der Armee zu beachten und es wird grundsätzlich das mit dem Gewehr ausgelieferte Putzzeug verwendet.

 

Das 50 m, KK- und-10 m Luftgewehr:

50m bzw 10m Gewehre sollen nach jedem Schiessen gereinigt werden. Dabei werden die Bleirückstände aufgelöst. Die frühere allgemein verbreitete Meinung, dass der KK-und 10m Luftgewehrlauf nicht gereinigt werden darf, ist widerlegt! Die Bleireste beeinträchtigen die Laufpräzision merklich! Darum erhöht sorgfältiges häufiges Reinigen dessen Präzision und Lebensdauer. Den Lauf vor dem Reinigen immer zuerst leicht einölen.

 

Laufreinigung:

Bei zunehmender Schiessdauer wird der Lauf durch die Verschmutzung gross belastet. Der Laufdurchmesser wird dabei stark beeinträchtigt, was zu Fehlschüssen führen kann und somit die Gewehrstreuung grösser wird. Mit einer guten Reinigungsdisziplin, so dass nach max. ca. 100 Schüsse der Lauf gereinigt wird kann die Präzision hochgehalten werden. Das Verwenden des Reinigungsmaterials ist stark von der Gewehrart abhängig und darum sind einige Grundregeln für die richtige Wahl des Reinigungsmateriales zu beachten.

 

Laufmündung:

Die Laufmündung hat grossen Anteil an die Präzision. Es ist darum von grosser Bedeutung, dass die Mündung nicht beschädigt wird. Das ist die Begründung, dass der Lauf nur vom Patronenlager her gereinigt wird.

 

Vor dem Schiessen:

Vor dem Schiessen wird der Lauf und das Patronenlager mit einem sauberen Lappen ausgestossen, bis er absolut trocken ist. Das Gewehr wird auch äusserlich gut abgerieben und der Lauf von Oelen und Fetten getrocknet. Im 300m-Schiessen ist das von grosser Bedeutung ansonsten mit der Erwärmung des Laufes eine vermehrte termische Entwicklung besteht und Dämpfe freigesetzt weren, welche ein gutes Resultat in Frage

stellen.

 

Hilfsmittel:

Der Putzstock soll mit Plastik überzogen, oder aus glattem Metall gefertigt sein. Die Länge ist so zu wählen, dass der Putzstock von hinten in den Lauf geführt wird und dabei die Laufmündung vorne beim Austritt deutlich überragt. So kann der Wischkolben und die Putzbürsten abgeschraubt werden.

 

Die Reinigungsbürsten:

50m Gewehr KK: Besonders eignet sich eine Nylonbürste, welche mit Kupfer oder Messingborsten bestückt ist. Periodisch ist auch das Reinigen mit einer reinen Kupferbürste möglich. Niemals darf aber eine Stahlbürste, wie sie z.B. im Stgw 90 zur Anwendung kommt, verwendet werden.

300m Gewehr GP11: Als Reinigungsbürste wird eine reine Kupferbürste verwendet. Während der Reinigung ist ein Waffenreinigungsöl zu verwenden, so dass die Bürste niemals trocken geführt wird.

Stgw 90, GP90: Spezialstahlbürste, welche häufig ersetzt werden muss. Diese

Stahbürsten haben eine gute Reinigungswirkung bis ca max 200 Putzstockhübe. Nur ein

Qualitativ gute Reinigungsbürste garantiert eine saubere Laufreinigung.

 

Fettbürste:

Für alle Waffenarten soll die Fettbürste aus Nylon- oder Haarborsten bestehen. Die Bürste darf erst bei absolut sauberem Lauf eingesetzt werden. Eine Fettbürste wird niemals für eine andere Verwendungsart eingesetzt. Diese Bürste ist immer sauber zu halten, so dass beim Einfetten kein Schmutz in den Lauf gerät.

 

Putzlapen:

Putzlappen oder Putzgazen haben durch ihre Gewebestruktur eine gute Reinigungswirkung. Das Verwenden von Watte sollte vermieden werden. Die Wattenteile bleiben an der Laufstruktur hängen. An diesen Ablagerungen setzt sich besonders rasch Schmutz an. Ganz speziell ist dies bei den Bleigeschossen im 50- und 10m Gewehrlauf der Fall.

 

Putzpfropfen aus Filz:

Die Profen müssen dem entsprechenden Laufdurchmesser entsprechen. Für die Befestigung am Putzstock ist der richtige Adapter zu verwenden. Die Filzprofen eignen sich speziell gut für die Druckluftgewehrlaufreinigung. Für die Reinigung mit Filzprofen bei 50m KK Läufen ist darauf zu achten, dass keine Faserresten der Filzpropfen im Lauf bleiben. Bei 300m Gewehren ist der Filzpropfen besonders geeignet zum einölen nach der

Reinigung oder zur Laufkonservierung.

 

Waffenöl:

Das für die Reinigung verwendete Waffenöl soll einen gut lösenden Effekt haben und dabei noch gute Schmiereigenschaften aufweisen. Die im Fachhandel erhältlichen Waffenöle entsprechen durchwegs den gestellten Anforderungen.

 

Waffenöl in Spraydosen?

Waffenöle in Spraydosen eignen sich ausgezeichnet für die äusserliche Waffenpflege und das besprayen der Putzlappen und Reinigungs- oder Fettbürsten. Niemals sollte mit der Spraydose direkt in den Lauf gesprayt werden. Auch das beste Spraydosensystem kann keine flächendeckende Schmierung sicherstellen. Einige Treibgase können die Korrosion des Laufes fördern. Das eingesprayte Putzöl wird nach unten laufen und den mitgeführten Schmutz im Verschluss oder in der Abzugsvorrichtung ablagern.

 

Der Abzug:

Der Abzug braucht keine besondere Pflege, wenn er nicht übermässig verschmutzt wird. Diese Präzisionsmechanik soll nicht mit Schmirgeltuch, Feile, Hammer und dergleichen behandelt werden. Beim einölen des Laufes nach dem Schiessen ist darauf zu achten, dass der Lauf so liegt, dass das überschüssige Oel nicht mit dem Schmutz zusammen in die Abzugsvorrichtung lauffen kann. Der Schütze soll das Abzugsgewicht selbständig kontrollieren.Zum Einstellen des Abzuges ist die Bedienungsanleitung sorgfältig zu

beachten oder der Büchsenmacher beizuziehen.

 

Verschluss:

Der Verschluss muss von Pulverresten gereinigt und leicht eingeölt werden. Der Zündstift muss immer sauber sein. Leerschüsse sind zu vermeiden und darum ist es angebracht eine Manipulierpatrone aus Metall oder Kunststoff zu verwenden, so dass der Zündstift niemals ins Leere schlägt. Diese Patronen sind keinesfalls lange Zeit in der Waffe zu lassen es könnten sonst Schäden am Material des Patronenlagers und dem Laufübergang entstehen. Zwischen grösseren Schiessunterbrüchen ist nach Möglichkeit die Zündstiftfeder zu entlasten. Es ist zu vermeiden, dass verschmutzte Reinigungsmittel in den Verschluss laufen können.

 

 

Konservierungen:

 

Kurzfristig:

Im dauerneden Einsatz werden alle Gewehrtypen gut gereinigt nach jedem Schiessen und anschliessend mit einem guten Waffenöl leicht eingeölt. An Stelle von Oel kann auch ein Waffenfett verwendet werden.

Mittelfristig:

Bedeutet bei Schiessunterbrüchen von einigen Wochen oder bis zu drei Monaten. Bei solchen Unterbrüchen ist darauf zu achten, dass ein gutes schmierendes und konservierendes Waffenol oder Waffenfett verwendet wird.

Langfristig:

Bedeuten Saisonalbedingte Pausen von lägererer Dauer (mehr als 3 Monate). Bei der Konservierung unterscheiden wir nicht gegenüber der Mittelfristigen Konservierung. Der Lagerung ist nun aber grosse Bedeutung beizumessen. Der Lauf soll flach aufliegen oder noch besser wie in einem Gewehrrechen stehen. Gut bewährt sich, wenn der Lauf nach unten zeigt, so dass kein Schmutz eindringen kann und keine Oelteile in den Verschluss oder die Abzugsvorrichtung gelangen. Der Ort ist so zu wählen, dass eine möglichst konstante Luftfeuchtigkeit ist und so die Belastung der Korrosion gering ist.